Haschischgeschäfte in der Wohnung

Staatsanwalt Johannes Tränkle warf im Folgendes vor: den Besitz und Verkauf von Haschisch in 15 Fällen im Zeitraum von 2007 bis Mitte 2008, den Besitz von 8,7 Gramm Haschisch und den Besitz eines Schlagringes in seiner Wohnung, beides sichergestellt bei einer polizeilichen Durchsuchung. Rechtsanwalt und Verteidiger Alexander Schmidtgall, Hof, erklärte zum Auftakt, dass sein Mandant aussagebereit sei. Dieser sei seit Mitte letzten Jahres “clean”. Ein Attest legte er der Vorsitzenden Richterin Ursula Preiß des Jugendschöffengerichts vor.

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Trotz Freispruch hinter Gitter

Kulmbach/Bayreuth – Das Bayreuther Landgericht hat einen 41-jährigen Mann aus Kulmbach von dem Vorwurf freigesprochen, beim Bierfest 2006 einen 27-jährigen Mitzecher ausgeraubt zu haben. Trotzdem bekam der aus Sri Lanka stammende Mann eine Haftstrafe von vier Jahren. Wie das? Der Angeklagte war weiterer Delikte angeklagt, alle begangen während des äußerst verunglückten Bierfestbesuchs am 6. August vor drei Jahren: Bedrohung, weil er Männern vom Sicherheitsdienst ankündigte, sie umbringen zu wollen

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Dienst für einen Freund führt auf die Anklagebank

Kulmbach – Ein verhängnisvoller Freundschaftsdienst brachte einen bisher unbescholtenen Kulmbacher jetzt auf die Anklagebank beim Schöffengericht in Kulmbach. Der 36-Jährige hatte vor gut einem Jahr in einem Strafprozess gegen einen Bekannten die Unwahrheit gesagt und seine Lügen anschließend noch mit einem Eid bekräftigt. Bis zu 15 Jahre Gefängnis sieht das Gesetz dafür vor. Dem damaligen Angeklagten hatte die Falschaussage nicht geholfen.

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Kamera passt auf den Nachbarn auf

Marktleugast/Bayreuth – Ein seit Jahren schwelender Nachbarschaftsstreit im Raum Marktleugast beschäftigt in regelmäßigen Abständen die Justiz. Das angeblich eingetretene Gartentürchen vom Mai des vergangenen Jahres ist dabei nur ein Mosaikstein der Auseinandersetzung, in der es um Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und alle erdenklichen anderen Belästigungen geht. Doch auch die Justiz kann dem Streit diesseits und jenseits des Maschendrahtzauns zwischen den beiden Doppelhaushälften in Marienweiher nur bedingt beikommen, wie eine Entscheidung der Berufungskammer des Bayreuther Landgerichts vom Donnerstag zeigt.

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Freispruch im Oberauhof-Prozess

Kulmbach – Auch am zweiten Verhandlungstag zu der Massenschlägerei am 14. Juli 2007 am Oberauhof hat Richterin Sieglinde Tettmann niemanden verurteilt. Der Hauptangeklagte, ein betrunkener Schwimmer, der mit 2,75 Promille im Blut „Auslöser“ für die Schlägerei war, kam am ersten Prozesstag vor dem Kulmbacher Amtsgericht mit einer Arbeitsauflage davon. Der zweite Angeklagte, der später zum Geschehen hinzu gekommen sein soll, wurde am zweiten Verhandlungstag freigesprochen.

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Zweifel an Aussagen der Kronzeugen

Kulmbach/Bayreuth – Im Zweifel für den Angeklagten hat jetzt das Bayreuther Landgericht geurteilt: Ein 26-jähriger Kulmbacher hat im Sommer 2008 nur ein Kilo Haschisch anstatt der angeklagten vier Kilo angekauft. Die Strafe: eineinhalb Jahre auf Bewährung. Mit diesem Urteil quittierte die Strafkammer unter Vorsitz von Michael Eckstein die doch fragwürdige Art und Weise, wie es zu den Vorwürfen gegen den jungen Russlanddeutschen gekommen war: Der 26-Jährige war von einem Heroindealer als Geschäftspartner belastet worden.

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Rache, Pornos und Verrat

KULMBACH/UNTERSTEINACH – Relativ unbeschadet hat ein Untersteinacher gestern ein Strafverfahren beim Amtsgericht überstanden. Dem 29-Jährigen wurde vorgeworfen, vor etwa zwei Jahren seiner damals minderjährigen Freundin auf dem Computer Pornobilder gezeigt zu haben. Der Angeklagte stritt dies aber rundum ab. Er vermutete vielmehr, dass die entsprechende Anzeige bei der Polizei ein reiner Racheakt war. Gewissermaßen eine Retourkutsche seiner Ex, weil er sich von ihr getrennt hatte, im Zusammenspiel mit zwei weiteren „Verflossenen“, von denen ihn eine der Frauen sogar wegen Vergewaltigung angezeigt hatte.

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Es gab keine Hinweise auf Selbstmord

Der wegen einer Serie von Prostituiertenmorden im Ausland verdächtigte Lastwagenfahrer aus Hof hat sich das Leben genommen. Der 48-Jährige, der den Mord an mindestens mindestens fünf Prostituierte in Spanien und Frankreich gestanden hatte, sei am Montagmorgen tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Bayreuth aufgefunden worden, teilte die Hofer
Staatsanwaltschaft mit.

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Gutachten über Schuldfähigkeit

Volker E.s Anwalt, der Kulmbacher Strafverteidiger Alexander Schmidtgall: Nach seiner Auffassung hat auch die Tötung der Frauen durch Erdrosseln für Volker E. zu einem „sexuellen Ritual“ gehört, dessen Ablauf der Fernfahrer bis zum Schluss nicht bewusst steuern konnte.
Bild: Rainer Maier, Frankenpost Hof (HofFotografen)

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Aufwendiges Puzzlespiel der Soko-Ermittler

HOF – Der mutmaßliche Serienkiller Volker E. aus Hof ist angesichts der gegen ihn vorgebrachten Verdachtsfälle „regelrecht platt“. Das sagte sein Anwalt, der Kulmbacher Strafrechts-Experte Alexander Schmidtgall, der Frankenpost am Dienstagabend auf Anfrage. Schmidtgall hatte von unserer Zeitung erfahren, dass sein Mandant, der bislang sechs Morde gestanden hat, nun in weiteren 13 Fällen verdächtigt wird (siehe Bericht auf Seite 1). „Er war sehr überrascht, sieht aber keinen Anlass, dazu etwas zu sagen. Wir wollen nun zunächst wissen, was für Beweise gegen ihn vorgebracht werden sollen.“

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Serienkiller erstreitet ein Rest-Gehalt

Anwalt Alexander Schmidtgall bestätigte der Frankenpost auf Anfrage, dass sein Mandant seinen früheren Arbeitgeber, eine Spedition im vogtländischen Oelsnitz, auf Zahlung noch ausstehender Gehälter verklagt hatte. „Er hatte Anspruch auf anderthalb Monatsentgelte, die bis zu seiner Festnahme noch nicht ausbezahlt waren.“ Die Spedition habe dieser Forderung ihrerseits Schadensersatzansprüche gegenübergestellt.

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Gericht verordnet Therapie

Wie schnell und wie tief man fast rettungslos im Drogensumpf versinken kann, zeigte sich am Mittwoch wieder einmal beim Jugendschöffengericht.Wäre die Geschichte einer jetzt 20-Jährigen aus Guttenberg nicht traurige Realität, dürfte man sagen: Kein Buchautor hätte der Schulklasse auf den Zuschauerrängen im Gericht ein traurigeres Beispiel liefern können.

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Freispruch für Münchbergerin

MÜNCHBERG – Es waren nur wenige Minuten, in denen eine 26-jährige Münchbergerin vor dem Hofer Amtsgericht bangen musste. Doch dann fehlte ein wichtiger Zeuge , damit auch Beweise für den Drogenhandel, dessen sie bezichtigt war – und als dieser Zeuge von ihrem Anwalt auch noch als nur bedingt glaubwürdig hingestellt werden konnte, stellte Richter Thorsten Haase das Verfahren ein.

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