Prozess um Machtkampf im Rotlichtmilieu

Im Prozess um den Machtkampf im Bamberger Rotlicht-Milieu hat der hauptangeklagte Bordellbesitzer zunächst geschwiegen. Der 55 Jahre alte Oberfranke werde die Aussagen der Mitangeklagten abwarten, ließ er seinen Verteidiger vor dem Landgericht Bamberg erklären.

Im Prozess um den Machtkampf im Bamberger Rotlicht-Milieu hat der hauptangeklagte Bordellbesitzer zunächst geschwiegen. Der 55 Jahre alte Oberfranke werde die Aussagen der Mitangeklagten abwarten, ließ er seinen Verteidiger vor dem Landgericht Bamberg erklären.

Insgesamt stehen sieben Männer vor Gericht. Ihnen werden etwa schwere Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen.

Die vom Sommer 2016 bis Januar 2017 begangenen Straftaten sollten laut Anklageschrift einen konkurrierenden Betrieb ausschalten. Auf dieses Bordell in einem Gewerbegebiet sollen die Mitangeklagten Buttersäure- und Brandanschläge verübt haben, auf das Auto des Betreibers soll es einen Brandanschlag mit einem Molotowcocktail gegeben haben. Zum Prozessauftakt gaben die sechs Mitangeklagten Einblicke in ihre Leben. So haben alle Männer ursprünglich bodenständige Handwerksberufe gelernt. Die meisten berichteten von Alkohol- und Drogenproblemen. Einige der 25 bis 27 Jahre alten Angeklagten gaben außerdem Kontakte zur Hooliganszene zu. Einer der Männer, ein 26-Jähriger, gab zu Protokoll, dass er vom Hauptangeklagten zu dessen Nachfolger aufgebaut werden sollte, damit der sich zurückziehen konnte. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.

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