Serienkiller erstreitet ein Rest-Gehalt

Anwalt Alexander Schmidtgall bestätigte der Frankenpost auf Anfrage, dass sein Mandant seinen früheren Arbeitgeber, eine Spedition im vogtländischen Oelsnitz, auf Zahlung noch ausstehender Gehälter verklagt hatte. „Er hatte Anspruch auf anderthalb Monatsentgelte, die bis zu seiner Festnahme noch nicht ausbezahlt waren.“ Die Spedition habe dieser Forderung ihrerseits Schadensersatzansprüche gegenübergestellt.

Anwalt Alexander Schmidtgall bestätigte der Frankenpost auf Anfrage, dass sein Mandant seinen früheren Arbeitgeber, eine Spedition im vogtländischen Oelsnitz, auf Zahlung noch ausstehender Gehälter verklagt hatte. „Er hatte Anspruch auf anderthalb Monatsentgelte, die bis zu seiner Festnahme noch nicht ausbezahlt waren.“ Die Spedition habe dieser Forderung ihrerseits Schadensersatzansprüche gegenübergestellt.

Beim Gütetermin vor dem Plauener Gericht einigte man sich Schmidtgall zufolge darauf, dass E. von den ausstehenden 2800 Euro nun noch 1200 Euro erhält. Der Oelsnitzer Spediteur hatte vorgebracht, ihm sei durch die Beschlagnahme seines Silo-Lastzuges ein Schaden entstanden. Vier Wochen lang hatte der Laster, in dessen Schlafkabine gemäß E.s Geständnis mehrere Prostituierte erdrosselt wurden, bei der Polizei in Köln gestanden. Außerdem, so der Spediteur, hätten die Beamten der Spurensicherung das Wageninnere bei ihrer intensiven Suche nach Beweismitteln „ziemlich beschädigt“. Hinzu kämen noch Kosten für eine Tiefenreinigung, ohne die kein Fahrer der Firma den Laster habe steuern wollen.

Obwohl Ansprüche der Firma laut Gesetz nur geltend gemacht werden können, wenn sich die fraglichen Straftaten gegen den Betrieb direkt richteten, nahm Anwalt Schmidtgall einen Teil der Forderungen seines Mandanten zurück. „Man kann nicht leugnen, dass der Arbeitgeber in diesem Fall zumindest moralisch vollkommen im Recht ist“, sagte er.
Volker E. werde mit dem erstrittenen Betrag nun verbliebene Mietschulden nachzahlen. Seine Wohnung in Hof, in der die Fahnder ebenfalls umfangreiches Beweismaterial sicherstellen konnten, ist mittlerweile gekündigt und geräumt.

E. erwartet in der Justizvollzugsanstalt Bayreuth seinen Prozess vor dem Landgericht in Hof. RAINER MAIER

FP, den 21.02.2007
http://www.frankenpost.de/nachrichten/special/serienkiller_volker_e/art3407,654997