Spanier werfen Volker E. jetzt vier Morde vor

HOF – Die spanische Justiz drängt auf Auslieferung des mutmaßlichen Serienkillers Volker E. aus Hof. Wie unsere Zeitung erfahren hat, haben die Behörden in Madrid jetzt offiziell ein neues Auslieferungsersuchen vorgelegt. Darin werden E. überraschend vier Prostituierten-Morde in Spanien zur Last gelegt. Bislang war immer von drei Taten die Rede gewesen.

E. hatte nach seiner Verhaftung am 17. November in Wesseling bei Köln auch drei Morde an Prostituierten vom nordspanischen Straßenstrich gestanden. Wie berichtet, hat der 47-jährige Fernfahrer außerdem zugegeben, auch in Frankreich zwei Huren erdrosselt zu haben.

Sein sechstes und bislang letztes Mordgeständnis bezog sich auf eine 32 Jahre zurückliegende Tat: Im Mai 1974 hatte E. nach eigenem Bekunden seine damals 14-jährige Mitschülerin Sylvia U. in Plauen erwürgt und die Tat erfolgreich als Freitod getarnt.

E.s Rechtsanwalt Alexander Schmidtgall sagte auf Nachfrage, er sei im Sinne seines Mandanten weiter bestrebt, das Verfahren in Deutschland zu halten. Der Chef der Hofer Staatsanwaltschaft, Gerhard Schmitt, bestätigte lediglich, dass die umfangreichen Ermittlungen weiter andauern. Zu dem neuen Auslieferungsersuchen der Spanier wollte er sich nicht äußern.

Volker E. war auf Grund eines internationalen Haftbefehls der katalanischen Behörden festgenommen worden, da er dringend verdächtig war, am 2. November die bulgarische Prostituierte Miglena Petrova Rahim in Hostalric bei Barcelona erdrosselt zu haben.

RAINER MAIER
FP, den 16.02.2006
http://www.frankenpost.de/nachrichten/special/serienkiller_volker_e/art3407,676491